Das Buch The Midlife Edit der professionellen Ordnungsberaterin Carrie Powell bietet praktische Möglichkeiten zum Entrümpeln – vom Planen von Spenden, bevor man mit dem Sortieren beginnt, bis hin zum Aufstellen von Regeln für Erinnerungsstücke. Eine Methode soll Entscheidungsmüdigkeit verringern, indem man Gegenstände gruppenweise auswählt, statt jeden einzeln zu beurteilen.

Powells „Inside-out“-Methode beginnt damit, ähnliche Gegenstände zusammenzutragen – zum Beispiel BHs – und dann diejenigen herauszusuchen, die passen und regelmäßig getragen werden. Sobald diese Prioritäten beiseitegelegt sind, können die übrigen Gegenstände entsorgt werden, ohne jedes einzelne Stück zu prüfen, schreibt sie.

Das Buch empfiehlt außerdem, in Bereichen mit wenigen sentimentalen Gegenständen zu beginnen, etwa im Medizinschrank, bevor man sich emotional schwierigeren Dingen zuwendet. Für Andenken wie Geburtstagskarten schlägt Powell vor, vorab Auswahlkriterien festzulegen, zum Beispiel nur Karten mit persönlichen Widmungen aufzubewahren oder die Zahl der behaltenen Karten zu begrenzen.

Weitere Ratschläge sollen das Entrümpeln leichter abschließbar machen. Powell empfiehlt, sich vor Beginn über örtliche Spendenmöglichkeiten sowie die dort angenommenen Gegenstände, Öffnungszeiten und Abläufe für die Abgabe zu informieren. Außerdem rät sie dazu, Kartons für Spenden zu verwenden, da sie sich leicht von Müll unterscheiden und transportieren lassen.

Für Papierkram teilt das Buch Dokumente in drei Gruppen ein: Originale, die aufbewahrt werden sollen, Unterlagen, die digitalisiert werden sollen, und Papiere, die geschreddert werden sollen. Zu Powells Beispielen für Originale gehören wichtige Personenstandsurkunden und Testamente; zu den Unterlagen, die digitalisiert werden sollen, gehören ältere Steuererklärungen und Mietverträge. Wiederkehrende Abrechnungen und Bedienungsanleitungen für Haushaltsgeräte zählen zu den Papieren, die ihrer Ansicht nach geschreddert werden können.

Powell rät außerdem, Ordnungshilfen nur dort einzusetzen, wo sie nützlich sind, und häufig verwendete Gegenstände griffbereit aufzubewahren. Durchsichtige Behälter können ihrer Aussage nach in Garagen und Kellern hilfreich sein, während Beschriftungen vor allem dann nützlich sind, wenn Haushaltsmitglieder regelmäßig vergessen, wohin Dinge gehören.

Quellen: Domino.