Der Tester von Tom's Guide tauschte ein iPhone 17 Pro Max zwei Wochen lang gegen Apples erstes Faltgerät, das iPhone Duo, um zu beurteilen, ob das 2.000-Dollar-Gerät als Hauptgerät im Alltag dienen kann. Das Fazit: Das Faltgerät ist überwiegend gut gestaltet und stellenweise beeindruckend, wirkt aber in manchen Bereichen noch unfertig.
Die Vielseitigkeit des Designs fiel auf. Das Scharnier hält verschiedene Winkel gut, und die Software passt sich an, wenn das Gerät gebogen wird, anders als beim Galaxy Z Fold 8, so der Tester. Der Zeltmodus verwandelte das Duo auf einer Geschäftsreise in einen Standby-Wecker, und der Tabletop-Modus war für FaceTime-Anrufe nützlich. Das 7,6 Zoll große Hauptdisplay (1.878 x 2.670) machte Netflix im Flugzeug angenehm, und die YouTube-TV-App ermöglichte ein Raster mit vier Kanälen. Split-View-Multitasking war willkommen, um Gmail neben Google Kalender laufen zu lassen und Fotos aus Fotos in Slack zu ziehen; ein Tippen in die Mitte der geteilten Ansicht speichert ein App-Paar.
Medienkonsum und Kameras erhielten ebenfalls Lob. Der Tester empfand TikTok und Instagram auf dem großen Bildschirm als immersiver, besonders wenn Kommentare im Querformat sichtbar seien. Die Kameras beeindruckten trotz fehlendem Teleobjektiv und lieferten eine detaillierte Skyline von Los Angeles nach Sonnenuntergang sowie eine Aufnahme eines Kürbisfüllhorns mit Schattendetails. Zu den Spezifikationen des Duo gehören ein 5,4 Zoll großes Außendisplay (1.398 x 2.034), A20-Pro-Chipsatz, 12 GB RAM, 256 GB Speicher, zwei 24-MP-Frontkameras sowie 48-MP-Haupt- und Ultraweitwinkel-Rückkameras. Laut dem Artikel bietet T-Mobile bis zu 1.200 Dollar Rabatt bei Inzahlungnahme oder Anbieterwechsel, und auch Verizon und AT&T nennen 1.200 Dollar Rabatt.
Die Nachteile waren praktischer Natur. Mit 254 Gramm ist das Duo nur 31 Gramm schwerer als das 233 Gramm schwere iPhone 17 Pro Max, doch der Tester fand, dass es eine vordere Hosentasche nach unten zog, und steckte es manchmal in eine hintere Hosentasche. Das Drehen vom Quer- ins Hochformat unterbricht das App-Paar in Split View; beim Fold 8 und Fold 8 Ultra von Samsung bleibt es erhalten, und Multitasking im Hochformat ist auf ein Videofenster über einer anderen App beschränkt. Fotos aufzunehmen fühlte sich unangenehm an, weil das Duo Hochformatfotos im Querformat und Querformatfotos im Hochformat aufnimmt. Die oben angebrachten Lautstärketasten waren bei geöffnetem Hauptdisplay schwer zu erreichen, und der Tester würde die Kamera-Steuerungstaste lieber verschieben.
Der verwirrende Teil war die Software. Viele Apps sind nicht optimiert: Google Kalender und Google Drive zeigen links und rechts große schwarze Balken, Gmail füllt den Bildschirm, bietet aber nicht das zweispaltige Layout des Galaxy Z Fold 8, und LinkedIn war nicht aktualisiert. Das Dock auf der rechten Seite und In-App-Menüs verschwenden Platz auf dem 5,4 Zoll großen Außendisplay. Instagram ist optimiert, doch der Streifen rechts lässt weniger Platz für Video als beim Fold 8; TikTok hat einen schwarzen Balken rechts, und bei manchen Apps verdecken Menüs Inhalte beim Scrollen. Der Tester schlug vor, Apple könne die Bedienelemente nach unten verlegen und Entwicklern erlauben, sie bis zu einem Wischen oder Tippen auszublenden.
Nach zwei Wochen gefiel dem Tester, ein großes Display zu haben, das sich zu einer kompakten Form falten lässt; er beschrieb es als vergleichbar damit, trotz des Gewichts ein kleines Tablet in der Tasche zu tragen. Die Kameras, Split View und das Erlebnis mit vertikalen Videos waren positiv, doch der Tester war überrascht, dass namhafte Entwickler ihre Apps nicht vollständig aktualisiert hatten, und war mit einigen Design- und UI-Entscheidungen von Apple nicht einverstanden. Das iPhone Duo ist überzeugend, doch der Tester würde möglicherweise abwarten, bis Apple und Partner frühe Kinderkrankheiten behoben haben, bevor er 2.000 Dollar ausgibt; auf ein iPhone Duo 2 zu warten ist nicht unbedingt nötig.
Quellen: Tom's Guide.